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Wie wir ja alle wissen spielte das Paar SharePoint–Visual Studio nicht optimal zusammen. Manchmal schienen die zwei von verschiedenen Planeten zu kommen. Mit der Zeit hatten wir alle Helferlein zusammen um doch einigermassen produktiv SharePoint programmatisch zu erweitern. Aber diese Helferlein setzten halt auch wieder sehr spezifisches Wissen voraus, welches durch keinen öffentlichen Kurs erlangt werden kann.

Mit SharePoint 2010 wird dies alles anders!

Visual Studio (VS)

Direktes Develop, Deploy und Debug von Features ist nun möglich. Die entsprechenden VS Templates sind im neuen VS2010 enthalten. Ich brauche keine zusätzlichen SDKs oder Tools. Habe ich meinen Code geschrieben so kann ich diesen direkt mit F5 (WebParts, Feature Receiver, etc.) debugen. VS kompiliert alles, erstellt das WSP, installiert es und startet eine definierte Page. Alles läuft genau so wie wir es aus anderen Systemumgebungen gewohnt sind. Bereits dies ist sehr viel wert. Daneben gibt es diverse Designer, Wizards und andere integrierte Tools. Z.B. können Webparts nun WYSIWYG bearbeitet werden.

Dies steigert die Produktivität enorm. Daneben schmälert es die Einstiegshürden für Entwickler sowie den Aufwand um neue Projekte aufzusetzen. Dadurch, dass nun alle Projekte die gleichen Tools verwenden, braucht es auch keine projektspezifische Einarbeitung von Mitarbeitern was nicht zuletzt auf die Qualität der Lösungen einen sehr positiven Einfluss hat.

Neue Technologien

Dinge wie LINQ, Entities usw. finden immer mehr Verbreitung. Dadurch kann Wissen wiederverwendet werden. Mein Wissen aus LINQ to SQL, LINQ to Entities kann ich auch bei LINQ to SharePoint verwenden.

CAML für Views gibt es nichtmehr. Diese wurden durch XSLT Views ersetzt. Durch den Einsatz eines breiten Standards wird hier die Wiederverwendbarkeit von Wissen enorm gefördert. Zudem ist die Unterstützung durch andere Systeme und Tools gegeben. Das fördert auch wieder die Produktivität und erhöht die Qualität.

Dies sind nur zwei Beispiele wie die neuen Techniken in SharePoint 2010 die Produktivität erhöhen können.

Entwickeln unter Windows 7

Für Programmierer von Unternehmen oder ISVs die nur eine Zielplattform (Zielsystem) unterstützen müssen kann dies durchaus eine Lösung sein. Durch den Wegfall eines Systems wird die Entwicklerumgebung schneller. Zudem muss nur ein System auf gestartet werden. Auch fällt ein System bei der Wartung weg. Diese Lösung hat also durchaus Sparpotential.

Für Programmierer von klassischen Softwarehäuser welche mehrere Zielplattformen von verschiedenen Unternehmen unterstützen müssen kommt diese Lösung, je nachdem was programmiert wird, eher nicht in Frage.

Egal ob ISV oder Softwarehaus: für die Testumgebung ist es sicherlich keine Lösung.

SharePoint 2010 braucht keine Programmierung mehr!

Diese sicherlich etwas provokative These möchte ich nicht weglassen. Gestern hörte ich Welly Lee und Stan Liu zu. Sie zeigten uns eine LOB Anwendung wie sie damals unter SharePoint 2007 entwickelt wurde. Danach zeigten sie uns wie die neuen Features von SharePoint 2010 halfen ca. 80% des Codes zu streichen. Das einzige was sie noch "programmierten" waren Stored Procedures auf dem SQL Server.

Und wenn den schon programmiert werden muss, dann bitte möglichst nur wiederverwendbare Komponenten. Dazu bietet SharePoint 2010 durch bestehende und neue Schnittstellen und Technologien alles was es braucht.

Darin liegt wohl das grösste Sparpotential. Wie ein gestern geführte Diskussion mit unserem CEO zeigte, braucht es dazu jedoch bereits lange vor der Programmierung Anstrengungen um dies zu erreichen. Die Berater müssen zusammen mit den Kunden bereits vor dem Projekt einplanen und die richtigen Strategien und Massnahmen entwerfen.

Mit diesem Schlusswort verabschiede ich mich in die nächste Session an der SPS Conf und wünsche Allen einen schönen Tag.

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